Badplanung

Das eigene Badezimmer ist keine öffentliche Toilette und sollte demnach gut durchdacht werden! Für den Laien wird das bald zu einer unüberschaubaren Aufgabe, wollen doch viele Faktoren berücksichtigt werden. Oftmals stimmt die Realität nicht mit den Wünschen überein. Man wünscht sich eine große beleuchtete Regendusche und hat auch ganz genaue Vorstellungen von Form und Farbe. Doch alleine bei den zig Möglichkeiten ist es schwer, den Überblick zu behalten. Gut, dass ein Architekt von der Planung des Bads Ahnung, Fachwissen und das nötige Knowhow hat! Immerhin möchten Sie nicht irgendein Bad, sondern Ihre Wohlfühloase schaffen.

Wie kann der Architekt bei der Planung der Bäder weiterhelfen? Alles beginnt hier mit einem Vorgespräch, bei dem Ihre Wünsche festgehalten werden. Und dabei dürfen Sie wirklich jeden Wunsch äußern. Von der Eckbadewanne bis hin zur begehbaren und barrierefreien Regendusche, vom selbstreinigenden WC, welches separat vom Rest des Bades zu finden sein soll, bis hin zu einem außergewöhnlichen Waschtisch im Vintage-Stil – Wünsche müssen geäußert werden, um sie erfüllen zu können. Anschließend wird der Architekt Ihr Bad ausmessen. So wissen Sie umgehend, welche Möglichkeiten realisierbar sind und welche baulichen Veränderungen für Ihre Wünsche in Frage kommen, denn auch dies ist im Rahmen der Planung eines neuen Bads durchaus möglich. Dabei spielt nicht nur die Fläche des Bades eine Rolle, sondern eben auch, ob sich eine Schräge im Bad befindet oder nicht. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten! Nachdem Ihre Wünsche also aufgenommen wurden und eine Skizzierung des Grundrisses des Bads angefertigt wurde, geht es mit der räumlichen Aufteilung weiter. Wo soll die Dusche ihren Platz finden und wo soll die Badewanne später zu finden sein? Wo soll sich das WC und das Becken zum Händewaschen finden lassen? Wohldurchdacht sollten die neuen Orte der sanitären Anlagen sein, damit Sie sich später wohlfühlen. Als nächstes ist der Stil entscheidend.

Außer Acht gelassen werden sollten aber auch nicht der Verlauf der Wasser- sowie Abwasserleitungen, da diese das Grundgerüst eines ganzen Badezimmers sind. Wo soll welche Leitung liegen? Sollen die Wasserleitungen im Badezimmer separat abstellbar sein um eventuelle Rohrbrüche beheben zu können ohne das Wasser im kompletten Haus abstellen zu müssen? Des Weiteren sollte bedacht werden, welche Art von Wasserrohren man wählt. Sollen es die allseits bekannten Kupferrohre sein oder investiert man ein wenig mehr Geld und nimmt die neuen Kunststoffverbundrohre, welche sich erheblich leichter verlegen lassen und eine höhere Lebenserwartung mit sich bringen. Bei all diesen Fragen kann der Architekt Ihnen helfen und eine Zeichnung des Verlaufs der Leitungen anfertigen, welche später eine besondere Bedeutung erlangen (könnten).

Wie sieht es aus mit der Heizung im Badezimmer aus? Damit Sie nicht aus der heißen Dusche oder dem wohltuenden Schaumbade steigen und direkt frieren, ist es sinnvoll, auch die Planung der Heizungen zu berücksichtigen. Soll es vielleicht einer Bodenheizung oder doch ein Heizkörper sein? Auch bei dieser Frage steht Ihnen ihr Architekt mit Rat und Tat zur Seite. Vielleicht hat er noch Ideen an die sie noch gar nicht gedacht haben und es eröffnen sich neue Badträume und -ideen.

Des Weiteren muss auch die Beleuchtung Ihrer Oase bedacht werden. Soll es eine herkömmliche Deckenlampe sein oder fällt die Wahl doch eher auf die LED-Spots in der Decke? Oder entscheiden Sie sich doch für etwas ganz anderes, wie beispielsweise die indirekte Beleuchtung? Selbst die Wasserarmaturen können beleuchtet werden, sodass Ihr Badparadies mit bunten Wasserläufen versehen ist.

Und dann sind da natürlich noch die eigentlichen Dinge, die ein Badezimmer ausmachen. Welche Dusche oder Badewanne darf es sein? Von freistehenden Badewannen, bis hin zum Whirlpool: Dem Ideenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt. Zudem muss ebenfalls in der Planung die Duschabtrennung bedacht und designt werden. Vielleicht fällt Ihre Wahl auf eine Duschabtrennung aus Glas oder doch vielleicht eine aus Kunststoff. Oder soll es der gute alte Duschvorhang werden, der an der Duschstange angebracht wird und jederzeit abgenommen werden kann um ihn in der Waschmaschine waschen zu können. Bedacht werden sollte auch das Bad für die Zukunft. Man wird älter und möchte im Alter ein Badezimmer mit Komfort genießen können. Diese Zukunftsplanung sollte berücksichtigt werden, damit Sie nicht in mehreren Jahren erneut Ihr Bad umbauen müssen. Wie wäre es aus diesem Grund mit der Gestaltung einer ebenerdigen Dusche?

Ein wesentlicher Punkt, der gerne vernachlässigt wird: Die Durchlüftung des Badezimmers. Denn ohne ein richtiges Belüftungssystem kann sich schnell Schimmel an den Wänden bilden, welches letzten Endes auf die Kosten Ihrer Gesundheit geht. Reicht das Fenster für die Größe des Badezimmers aus oder sollte man vielleicht doch über eine externe Lüftung nachdenken? Ist die richtige Luftzirkulation ausreichen?

Und selbstverständlich gibt es auch im Badezimmer Möglichkeiten um Spielereien einzubauen, die Ihr Badezimmer zu einem besonderen Ort des Wohlfühlens werden lassen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie gemütlich in Ihrer Badewanne liegen und über die interne Lautsprecheranlage Ihr Lieblingshörbuch oder eine wohltuende Entspannungsmusik hören könnten? Das smart Home erhält auch im Badezimmer Einzug.

Sie sehen, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Ihr ganz persönliches Badezimmer einzurichten, doch ohne die richtige Planung wird vieles vermutlich nur ein Traum bleiben.

Wer könnte Ihnen also bei der richtigen Planung besser helfen als ein Mann vom Fach – der Architekt?